Oderbruch: Räume | F. – Jahrhundertwanderungen

Ausstellungen der Stiftung Schloss Neuhardenberg • 14. September – 8. Dezember

Maren Strack - Wanderungen durch die Mark Brandenburg, 1996
Maren Strack - Wanderungen durch die Mark Brandenburg, 1996 - © Strack

F. – Jahrhundertwanderungen

Eine Ausstellung der GEDOK Brandenburg in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg

Eröffnung, 14.9., 16 Uhr (Eintritt frei)
Ausstellung vom 14.9. bis 8.12.2019 • Eintritt € 5,- / ermäßigt € 3,-
Schloss Neuhardenberg, Ausstellungshalle

Die GEDOK Brandenburg und die Stiftung Schloss Neuhardenberg laden ab 14. September 2019 mit dem Ausstellungsprojekt F. – Jahrhundertwanderungen zu einem lebendigen bildkünstlerischen Diskurs ein. Die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden in Brandenburg, GEDOK Brandenburg, feiert in diesem Jahr ihr 25. Gründungsjubiläum, das Land Brandenburg den 200. Geburtstag von Theodor Fontane. Anlass genug, 25 Künstlerinnen aus ganz Deutschland auszuwählen, die sich intensiv mit Fontanes Werken und seinen Frauenfiguren auseinandergesetzt haben und die in der aktuellen Ausstellung eine Reflexion über das Verhältnis von Freiheit, sozialem Wandel und Verantwortung aus weiblicher Sicht zeigen.

Weshalb beschäftigen uns Effi, Grete, Cécile, Jenny, Lene, Stine und die anderen Frauenfiguren aus den Werken des großen Schriftstellers Theodor Fontane bis heute? Längst leben wir in einer digitalisierten Welt, in der uns die Protagonistinnen Fontanes weit weg erscheinen. Dennoch hat der Schriftsteller Spuren hinterlassen. Seine feinen Beobachtungen von sozialem Auf- und Abstieg, von Moral und Leidenschaft, von Aufbruch und Unabhängigkeit, von Fremdsein und Ausgrenzung, vom Aufeinanderprallen der Kulturen, von Macht und Karrierestreben, von Liebe und Lebensglück im Spannungsfeld gesellschaftlicher Kontexte und Konventionen sind bis heute aktuell. Fontanes Menschenbetrachtungen sind nahezu zeitlose Beschreibungen, in deren Mittelpunkt die Freiheit des Einzelnen und seine gesellschaftliche Verantwortung stehen.

Hierin liegen auch die Anknüpfungspunkte und Schnittmengen für das Ausstellungsprojekt F. – Jahrhundertwanderungen, dem sich die GEDOK Brandenburg mit 25 zum bundesweiten Netzwerk der Gemeinschaft gehörenden und über ein Juryverfahren ermittelten Künstlerinnen widmet. Gezeigt werden auf Schloss Neuhardenberg rund 70 Werke aus Malerei, Grafik, Plastik, Video und Fotografie. Die zahlreichen Frauenfiguren in Theodor Fontanes Romanen und Novellen lieferten Ansätze für eine außergewöhnliche künstlerische Auseinandersetzung zu Themen, die das Nachdenken über das Hier und Heute – und zwar aus weiblicher Sicht – herausfordern. Die Künstlerinnen sind Fragen nach Berührungspunkten nachgegangen, die sowohl mit Fontane und seiner Sicht auf die Menschen, seinem Schreiben und seinen Auffassungen zu tun haben, als auch mit der Frage, weshalb er für das Schaffen von Künstlerinnen heute – hundert Jahre, nachdem Frauen offiziell an Kunstakademien zugelassen wurden – noch interessant ist. Gerade diese individuellen, zuweilen provozierenden Perspektiven sind es, aus denen sich neue, über die vertrauten Deutungsmuster hinausgehende Zugänge eröffnen und durch die tradierte Sichtweisen hinterfragt werden.

Ausstellende Künstlerinnen: 
Dorit Bearach | Marguerite Blume-Cárdenas | Anne-Françoise Cart | Gabi Dahl | Sonja Eschefeld | Angela Fensch | Marianne Gielen | Margrit Gloger | Elli Graetz | Karin Gralki | Catrin Große | Kirsten Grundler | Sylvia Hagen | Christine Hielscher | IngOhmes | Eva-Maria Mehrgardt | Liz Mields-Kratochwil | Eva Paul | Ulrike Rosenbach | Maren Strack | Karin Tiefensee | Dorit Trebeljahr | Heidi Vogel | Rosemarie Vollmer | Anke Weßling

Konzeption und Projektkoordination: Dr. Gerlinde Förster, Projektleitung: Christine Düwel

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und wird vom Sparkassen-Kulturfonds gefördert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung

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Neuhardenberg - Ulrike Rosenbach
Ulrike Rosenbach - Puzzle solutions, 2018 (Videostill) - © Rosenbach

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Oderbruch: Räume

Ein Projekt angehender Fotografinnen und Fotografen des Lette Vereins Berlin

Eröffnung, 14.9., 15 Uhr
Ausstellung vom 14.9. bis 8.12.2019 • Eintritt frei
Schloss Neuhardenberg, Foyer Großer Saal

Neuhardenberg - Silke Spiegel
Silke Spiegel - Oderbruch: Räume, 2019 - © Spiegel

Mit der Ausstellung Oderbruch: Räume präsentiert die Stiftung Schloss Neuhardenberg vom 14. September bis 8. Dezember 2019 Arbeiten der fotografischen Ausbildungsklasse am renommierten Lette Verein in Berlin. Gezeigt werden die Ergebnisse einer Auseinandersetzung mit der Landschaft des östlichen Brandenburgs, die die jungen Fotografinnen und Fotografen auf sehr unterschiedliche Weise inspiriert hat. Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, dem 14. September 2019, um 15 Uhr sprechen Dr. Heike Kramer, Generalbevollmächtigte der Stiftung Schloss Neuhardenberg, Julia von Randow, stellvertretende Leiterin des Lette Vereins Berlin und Frank Schuhmacher, Abteilungsleiter Fotografie des Lette Vereins Berlin.

Ab 14. September 2019 wird das Foyer vor dem Großen Saal auf Schloss Neuhardenberg mit rund 40 Fotografien aus dem Oderbruch bespielt. 15 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer des Lette Vereins Berlin haben sich im Mai 2019 auf den Weg gemacht, um sich von der Landschaft rund um das Binnendelta der Oder im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg inspirieren zu lassen. Entstanden ist eine Auswahl sehr unterschiedlicher Ansichten und Interpretationen der vielfältigen Reize der Region – von Feldstudien, Nachtmotiven, Landschaftspanoramen bis hin zu inszenierter Modefotografie vor improvisierten Kulissen.

Ausstellende Fotografen/innen: Tjard Asseng | Lisa Beier | Vera Bode | Senya Corda | Susanna Ehrenberg | Lourens de Goede | Niklas Hoffmann | Oksana Meister | Joris Felix Patzschke | Mark Prathep | Bellaniri Peguero | Rainer Schwesig | Silke Spiegel | Quirin Staufer | Lena Treugut | Franziska Vehring | Luis Welz

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:Neuhardenberg - Rainer Schwesig
Rainer Schwesig - Oderbruch: Räume, 2019 - © Schwesig