Schleuse Fürstenwalde

Schleuse Fürstenwalde, Foto: Clemens Sprunghofer
Schleuse Fürstenwalde, Foto: Clemens Sprunghofer

Beschreibung

Auf Veranlassung von Kurfürst Johann Georg wurde aus dem 1298 erstmals erwähnten Fürstenwalder Mühlenstau 1588 eine Stauschleuse. Über diese wurde der Schiffsverkehr bis zur „Frankfurter Niederlage“ am Kersdorfer See möglich. Von hier erfolgte der Transport über Land nach Frankfurt zur Oder. 1738 und 1833 entstanden zwei Schleusenneubauten im Bereich zwischen dem heutigen Wehr und der Nordschleuse. Die jüngere wurde mit versetzten Häuptern gebaut, so dass gleichzeitig zwei Schiffe mit 40,20 m Länge und 4,60 m Breite geschleust werden konnten. Diese Abmessungen gingen 1845 als das erste standardisierte Binnenschiffmaß in die Geschichte ein. 1836/38 ließ die Königliche Wasserbau-Inspektion eine Erneuerung von Freiarche und Wehr durchführen, um Wasserhaltung, Schiffbarkeit und Eisabführung zu garantieren.
Ein neues Wehr wurde 1890 und die jetzige Nordschleuse Fürstenwalde 1891 mit einer nutzbaren Länge von 65 m gebaut. 1912-1914 folgte dann die breitere Südschleuse. Beide Schleusen werden durch Stemmtore an Ober- und Unterhaupt geschlossen. Die Füllung und Entleerung erfolgt mit Rollkeilschützen in Torumläufen. Die Häupter, die Sohlen, sowie Teile der aufgehenden Kammerwand sind aus Beton, der teilweise mit Stahl bewehrt ist, gefertigt. Der obere Teil der Kammerwände besteht aus Mauerwerk.
1996 wurde das neue Wehr Fürstenwalde in Betrieb genommen. Das neue Wehr besitzt drei Wehrfelder mit je 2 Schütztafeln, die automatisiert je nach Wasserstand gefahren werden.

- Kammerlänge 67,00 Meter
- Kammerbreite 8,45 Meter
- Fallhöhe: 0,93 m
- Bootsschleppe nutzbar
- Kammerwände: Nord- und Südkammer Mauerwerk mit Kanten- u. Nischenpollern (beidseitig)
- SOW km 74,75
- UKW 22 / Telefon 03361-773241

Die kleine Sportbootwartestelle im Unterwasser befindet sich unmittelbar vor den Toren zwischen der Nord- und Südkammer. Alternativ bieten sich die Leitwerke an, eine separate Sportbootliegestelle mit Landgangmöglichkeit befindet sich hinter dem Leitwerk am rechten Ufer.

Karte & Anreise

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