Jutta Baumwol / jüdisches Landwerk Neuendorf

Denkmal in Erinnerung an das Hachschara-Gut Neuendorf und die 1943 erfolgte Deportation 

In Anlehnung an die persönliche Geschichte von Jutta Baumwol steht eine Frau – als lebensgroße Silhouette ausgeführt - am Rande des ehemaligen Landwerks Neuendorf und hält Ausschau. Vom Alter und von der Größe her ist es eine - vielleicht zu schnell gewachsene - junge Frau, die selbstbewusst – ihren linken Arm in die Seite gestützt - und verhalten zugleich – ihren rechten Arm am Körper und ein Bein leicht hinter dem anderen verschränkt - in Erscheinung tritt. ´In Erwartung´ blickt sie in die Ferne. Obwohl ihre Körperhaltung eher Passivität - ´nach getaner Arbeit´ oder ´von der Arbeit pausierend´ - vermittelt, ist diese Frau nicht entspannt, eher fordernd. Ihr Blick ist über den Horizont hinweg auf ein fernes - wenn auch vielleicht unerreichbares – Ziel, eine Vision gerichtet. Sie hält Ausschau, obwohl ihre Zukunft ungewiss ist.

Die Enthüllung des Denkmals "Jutta Baumwol" erfolgte gemeinsam mit dem Zeitzeugen Itzhak Baumwol und seiner Familie, die gemeinsam zur Denkmalsenthüllung aus Israel angereist sind. Fünftklässlern der Clara Grunwald Schulen (Berlin & Hangelsberg) gestalteten Fahnen mit den Namen der 159 von Neuendorf nach Ausschwitz deportierten Frauen, Männern und Kindern.