Märchenwald

Installation von Kerstin Baudis

verlängert bis 31. März in Bad Saarow • von außen über Schaufenster einsehbar

Märchenwald - Detail
Märchenwald - Detail - © Kerstin Baudis

„Märchenwald“, so hieß das Waldgelände, das im Frühjahr 2019 in Kerstin Baudis’ Wohnort Schöneiche abgeholzt wurde. Dieser Verlust veranlasste die Künstlerin zur Entwicklung einer Kunstinstallation, die sie in den Kurpark Kolonnaden von Bad Saarow präsentiert. Das Ergebnis ist auf 150 Quadratmetern über die Schaufenster des temporären Kunstraums an der Ecke Ulmenstraße/Am Kurpark aus verschiedenen Winkeln zu betrachten. Die Rauminstallation besteht aus seriellen, im Rhythmus eines Waldstücks angeordneten, unikaten Holzskulpturen, die jede für sich den genetischen Code eines Baumes tragen. Im Vordergrund fällt das Spotlicht auf eine luftverschmutze Atemmaske. Und auf die Glasscheiben montierte Texte vermitteln die inhaltlichen Vorzeichen globaler und auch regionaler Fakten zum Verlust von Waldflächen im Sekundentakt.

Kerstin Baudis, Jahrgang 1956, hat an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sowie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert.

Ihre Installation ist  bis zum 31. März 2021, täglich von 9 bis 20 Uhr in der Ulmenstraße 4a in Bad Saarow zu besuchen und wurde mit Unterstützung des Landkreises Oder-Spree sowie der Artprojekt Unternehmensgruppe realisiert.

Peter Fabian

ARTPROJEKT